ländlich, der mundraum

Der gelbe AkrobatIn der Reihe Der gelbe Akrobat, deren Beiträge zunächst online im poetenladen sowie schließlich gebündelt in gleichnamigen Anthologien erscheinen, kommentieren der Lyrikkritiker Michael Braun und der Dichter Michael Buselmeier regelmäßig Gedichte von Autorinnen und Autoren der Gegenwart und eröffnen den Leserinnen und Lesern damit einen ersten möglichen Zugang zum jeweiligen Gedicht. In der aktuellen Ausgabe vom November 2017 spricht Michael Braun über das bisher unveröffentlichte Gedicht „ländlich, der mundraum“:

Christoph Wenzel liefert im vorliegenden Gedicht ein ländliches Gegenstück zu Klings „Mundraum“-Phantasie. Bei ihm wird ein Provinzflecken als „Mundraum“ qualifiziert – und das Gedicht durchstreift die Reste einer Sprachlandschaft: Idiome, dialektale Splitter und versprengte Wörter aus einem spezifischen Rotwelsch aus der westfälischen Kindheitsgegend des Autors. […] Wenzel ist ein Autor, der in kulturarchäologischer Absicht die Naturstoffe und Materien eines landschaftlichen Raumes erkundet.

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